Sauna in der Schwangerschaft? ja oder nein?

Ein Saunabesuch ist gesund, stärkt das Immunsystem und verringert somit das Auftreten von Erkältungskrankheiten. Doch viele Frauen fragen sich, sobald sie schwanger werden, ob es noch vernünftig ist zu gehen.
Gehörst auch du zu den regelmäßigen Besuchern, wirst du mit Sicherheit nicht darauf verzichten wollen. Welche Auswirkungen das auf dich und dein Ungeborenes haben kann und welche Punkte du dabei beachten musst, erfährst du hier.

Die Vorteile eines Saunagangs in der Schwangerschaft

Die Meinung darüber, ob ein Saunabesuch in der Schwangerschaft sinnvoll ist, unterscheidet sich je nach Land. Gerade in den skandinavischen Ländern gehört die Sauna beinahe zum Alltag und ist auch während der Schwangerschaft sehr beliebt. Aufgrund der hohen Temperaturen gilt sie als so gut wie keimfrei, weshalb früher sogar Geburten darin ausgetragen wurden.
Allerdings lässt sich bei diesem Thema keine allgemein gültige Aussage treffen, da jede Frau anders auf die Hitze reagiert. Bestehen jedoch keinerlei Probleme, bietet die Sauna in der Schwangerschaft einige Vorteile:
Zum einen stärkt es die Abwehrkräfte. Dies ist besonders wichtig, da dein Körper sowohl dich, als auch deinen Embryo vor Krankheitserregern schützen muss.
Außerdem wirkt die Wärme gefäßerweiternd. Mit der Zeit wächst dein Baby immer mehr und drückt zusammen mit dem Fruchtwasser auf das Venensystem. Dadurch verlangsamt sich die Durchblutung und deine Beine fühlen sich schwer und geschwollen an. Erweitern sich die Gefäße durch die Hitze in der Sauna, verbessert sich der Blutfluss wieder und auch Wasseransammlungen (Ödeme) reduzieren sich. Obendrein entspannt sie die Muskulatur und lindert Schmerzen in Rücken und Beinen.
Ein weiterer Pluspunkt: Dadurch, dass sich deine Muskeln im Beckenbereich ebenfalls entkrampfen, kann selbst die Geburt erleichtert werden.
Wie du siehst, hat ein Saunagang viele positive Auswirkungen auf deinen Körper in der Schwangerschaft. Dennoch musst du ein paar Punkte beachten, um dich und dein Kind nicht zu gefährden.

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Die wichtigsten 10 Schritte für die Sauna in der Schwangerschaft

1. Informationen einholen

Bevor du überlegst in die Sauna zu gehen, solltest du zunächst Rücksprache mit deinem Arzt halten. Dafür kannst du deinen Hausarzt, besser jedoch deinen Frauenarzt oder eine Hebamme zurate ziehen. Lasse dich ausreichend darüber informieren, ob du und dein Baby für diese Hitze geeignet seid.
Verboten ist die Sauna, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft:

  • Risikoschwangerschaft
  • Verkürzter Gebärmutterhals
  • Vorzeitige Wehen
  • Bluthochdruck
  • Starke Krampfadern
  • Gestose (früher: Schwangerschaftsvergiftung)
  • Nierenerkrankungen

Nimm bei diesen Beschwerden die Situation nicht auf die leichte Schulter. Riskiere nichts und warte mit deinem nächsten (beziehungsweise ersten) Saunagang auf die Zeit nach der Geburt.

2. Einschätzung deiner eigenen Grenze

Vielleicht warst du noch nie ein Fan der Sauna, aber gerade jetzt in der Schwangerschaft sehnst du dich nach Entspannung und Wärme. Um deinen Körper in diesem Fall nicht zu überfordern, gewöhnst du ihn am besten nur sehr langsam an diese erhöhte Belastung. Dies gilt aber auch, wenn du schon vor deiner Schwangerschaft regelmäßig gegangen und aufgrund dessen besser abgehärtet bist.
Vermeide es in den ersten 3 Monaten generell, damit sich dein Kreislaub erst einmal stabilisiert und die Organbildung deines Embryos abgeschlossen ist. Und auch in den Wochen vor der Geburt ist die Sauna nicht empfehlenswert. Bestimmte Düfte während des Aufgusses und höhere Temperaturen können Wehen auslösen. Dies wird besonders dann problematisch, wenn dein Kind eigentlich noch nicht bereit dafür ist auf die Welt zu kommen.
Du musst dir aber keine Sorgen darüber machen, dass die Hitze generell schädlich ist. Dies wäre nur der Fall, wenn deine Körperinnentemperatur 40 Grad Celsius übersteigen würde, was durch einen Saunagang nicht möglich ist.
Höre jederzeit auf deinen Körper. Gehe nicht in die Sauna, wenn du dich bereits vorher schwach fühlst. Tritt ein Unwohlsein währenddessen auf, solltest du es nicht aussitzen, sondern an die frische Luft gehen.

3. Vorbereitungen treffen

Schwanger oder nicht – die Vorbereitung darauf unterscheidet sich nicht sonderlich. Dusche dich zuvor, um Schmutz und Schweiß abzuwaschen. Dies trägt zu guten hygienischen Bedingungen in der Sauna bei und schützt somit auch dich und dein Baby vor Gefahren durch Keimen. Trockne dich anschließend komplett ab, denn nur trockene Haut kann bestmöglich schwitzen.
Möchtest du deinen Körper auf den bevorstehenden Temperaturunterschied etwas vorbereiten, solltest du als erstes ein kalt-warmes Fußbad einnehmen oder die Beine im Wechsel kalt und warm abduschen.

4. Ausreichend trinken

In der Schwangerschaft ist dein Bedarf an Flüssigkeit ohnehin erhöht. Schwitzt du dazu noch in der Sauna, können in kürzester Zeit ein Flüssigkeitsmangel und unangenehmes Durstgefühl auftreten. Um dies zu verhindern, solltest du schon Stunden vor dem Saunagang ausreichend trinken. Damit du dich und dein Kind nicht gefährdest, muss dein Flüssigkeitshaushalt so gut aufgefüllt sein, dass er selbst bei großer Hitze nicht allzu weit absinkt.
Und auch nach der Sauna gilt: Trinken, trinken, trinken! Dafür eignen sich neben Wasser auch Saftschorlen oder ungesüßte Tees. Nimm regelmäßig und in kleinen Schlucken mindestens 2 bis 3 Liter zu dir.

5. Den besten und sichersten Platz in der Sauna auswählen

Vermeide zu große Strapazen für deinen Körper, indem du die Intensität der Wärme anpasst. Wähle also eine Sauna mit maximal 60 Grad Celsius und nicht die 90 Grad Celsius Finnen Sauna. Sitze nur auf den unteren Bänken, damit es dir zum einen nicht zu heiß wird und du zum anderen nicht anstrengend nach oben steigen musst. Zudem kannst du auf diese Weise die Sauna schnell verlassen, wenn es dir auf einmal nicht mehr so gut gehen sollte.

6. Entspannte Position einnehmen

Besonders am Ende der Schwangerschaft sind die Beine oft schwer und der Rücken schmerzt. Für mehr Entspannung hast du dann die Möglichkeit dich in der Sauna hinzulegen. Deine Muskeln werden lockerer und dein gesamter Organismus kommt mehr zur Ruhe. Diese Position ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht.
Pass allerdings auf, dass du aus dem Liegen nicht sofort aufstehst. Setzte dich zunächst hin und warte ein paar Minuten ab wie du dich fühlst. Ansonsten wird die plötzliche Belastung eventuell zu viel für deinen Körper, was zu Schwindel oder sogar einem Kreislaufkollaps führen kann.

7. Die richtige Dauer einschätzen

Auch wenn es dir gut geht, solltest du deinem Körper in der Schwangerschaft nicht allzu viel zumuten. Setzte dich nicht zu lange der Saunahitze aus, sondern reduziere es auf 8 bis maximal 10 oder 12 Minuten. Wird es dir bereits vorher zu viel, kannst du den Saunagang selbstverständlich auch früher abbrechen.
Mache nur einen Durchgang, außer du fühlst dich so gut, dass eine zweite Runde kein Problem für deinen Kreislauf darstellt. Aber auch hier gilt: Fange langsam an, indem du bei deinen ersten Besuchen nur einmal die 10 Minuten absolvierst. Mache es dir anschließend auf einer Liege gemütlich und beobachte, wie es dein Körper und das Baby im Bauch vertragen.
Beschränke die Sauna während der Zeit der Schwangerschaft auf einmal, allerhöchstens zweimal pro Woche.

8. Einen Temperatursturz vermeiden

Ein weiterer Punkt, den du beachten musst, ist dein Verhalten unmittelbar nach der Sauna. Ein schneller und heftiger Wechsel von hohen zu eisigen Temperaturen stellt eine immense Strapazierung für deinen Kreislauf dar. Kühle dich deshalb auf keinen Fall im Eisbecken oder unter der kalten Dusche ab.
Spaziere danach lieber ein paar Minuten an der frischen Luft, um deine Körpertemperatur wieder sanft hinunterzubringen. Wasche dich danach so ab, dass du nicht abkühlst, sondern lediglich den Schweiß entfernst. Beginne dabei mit Beinen und Armen, bevor du dich Richtung Körpermitte vortastest.
Hülle dich dann in deinen kuscheligsten Bademantel und lege dich auf eine Liege. Denn dann heißt es nur noch: Ausruhen und entspannen.

9. Alleingänge in die Sauna vermeiden

Lass dich bei deinen Saunagängen immer von einer vertrauten Person, zum Beispiel deinem Partner oder einer guten Freundin begleiten. Das macht um einiges mehr Spaß und obendrein hast du dadurch jemanden an deiner Seite, der im Zweifelsfall für dich da ist. Diese Personen bemerken manchmal schneller als du selbst, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sie können einen starren Blick oder übermäßiges Schwitzen als drohenden Kreislaufkollaps erkennen, dich sicher aus der Sauna bringen und Hilfe rufen.

10. Suche nach Alternativen

Ein Saunagang in der Schwangerschaft ist in der Regel etwas anderes als zuvor. Du kannst nicht mehr so lange in der Wärme sitzen bleiben oder so häufig gehen wie du möchtest. Und auch, wenn du es vorher noch nie ausprobiert hast, bist du vielleicht enttäuscht, dass die gewünschte Entspannung nicht so eingetroffen ist, wie du es dir erhofft hattest.
Das ist jedoch kein Grund zur Verzweiflung. Suche dir einfach Alternativen, denn es muss ja schließlich nicht immer die finnische Dampfsauna sein, um Erholung zu finden.
Stattdessen kannst du die Schwangerschaft auch als Chance sehen, um anderes auszuprobieren. Vor allem die Infrarot Sauna bietet sich dann besonders an. Sie spendet Wärme ohne Feuchtigkeit, die deine Muskeln lockert, ohne dass dein Körper dabei zu sehr gefordert wird. Ansonsten sind auch Fußbäder oder Massagen geeignet, um einen Gang runterzufahren.
Aufgrund der geringen Temperatur von circa 50 Grad Celsius, könnte auch ein Dampfbad das Richtige für dich sein. In der Schwangerschaft wird eine etwas geringere Hitze oft als angenehmer empfunden. Allerdings kann es auch sein, dass du das Dampfbad aufgrund seiner hohen Luftfeuchtigkeit von beinahe 100 % nicht gut verträgst. Es könnte deinen Kreislauf, im Vergleich zur trocknen Saunahitze, sogar noch mehr belasten.
Da jede schwangere Frau anders reagiert, hilft nur eins: Ausprobieren. Taste dich auch hier vorsichtig heran und steigere die Intensität nur langsam.

Fazit

Wie du siehst, ist eine Schwangerschaft grundsätzlich kein Hindernis für einen Saunabesuch. Und auch, wenn du auf diesem Gebiet noch unerfahren bist, lohnt es sich dies einmal auszuprobieren. Informiere dich zuvor über alle möglichen Risiken und höre stets auf deinen Körper. Denn nur dann kannst du dich bestmöglich entspannen und auf die bevorstehende Geburt vorbereiten.

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